Aktiver Naturschutz in Malawi: Wildtier Monitoring im Liwonde Nationalpark

“Malawi waren für mich eine unglaublich intensive und bereichernde Erfahrung.”

Im Rahmen des Projekts „Wildtier Monitoring“ durfte ich nicht nur beeindruckende Tierarten hautnah erleben, sondern auch aktiv zur Forschung und zum Artenschutz beitragen.

👉 Praktische Forschungsarbeit im Nationalpark mit Fokus auf Monitoring, Datenanalyse und aktiven Naturschutz

Von Anfang an hatte ich das Gefühl, Teil von etwas Sinnvollem zu sein. Die Wissenschaftler
vor Ort waren mit enorm viel Leidenschaft bei der Sache und machten aus den begrenzten
Mitteln unglaublich viel. Unsere Hauptaufgabe bestand darin, verschiedene Wildtiere im
Nationalpark zu monitoren: Dazu gehörten unter anderem Löwen, Geparden, Afrikanische
Wildhunde, Tüpfelhyänen, Zebras, Geierarten und Elefanten. Zweimal täglich fuhren wir mit
dem Research-Fahrzeug in den Nationalpark, um Tiere aufzuspüren, ihr Verhalten zu
dokumentieren und Daten für den Arten- und Naturschutz zu sammeln.


Einige Tiere waren mit Sendehalsbändern ausgestattet und konnten mithilfe von
Funkantennen geortet werden. Trotzdem musste man immer aufmerksam bleiben, denn
viele Tiere verstecken sich hervorragend. Genau das machte die Arbeit so spannend. Für
mich waren die Fahrten in den Park jedes Mal etwas Besonderes. Man sieht wirklich auf
jeder Fahrt etwas Neues. Neben der unglaublichen Tierwelt beeindruckte mich vor allem
auch die Landschaft des Parks – breite Flüsse, Palmen und wunderschöne Sonnenaufgänge
machten jede Ausfahrt wirklich einzigartig.


Ein weiterer wichtiger Teil des Projekts war die Arbeit mit Kamerafallen: Einmal pro Woche
kontrollierten wir die Kameras, wechselten Batterien und werteten anschließend die Bilder
aus. Besonders spannend war dabei, viele nachtaktive Tiere zu entdecken, die man tagsüber
kaum zu Gesicht bekommt. Gleichzeitig lernte ich unglaublich viel über die Tierwelt und
verbesserte meine Artenkenntnis täglich. Vor allem Vogelbeobachtungen spielten eine große
Rolle – bei einer Birding-Tour konnten wir an nur einem Tag 84 verschiedene Vogelarten
identifizieren.


Neben der eigentlichen Forschungsarbeit gehörte auch vieles zum Alltag dazu: Berichte
schreiben, Besorgungsfahrten organisieren oder mit Rangern und Wissenschaftlern
zusammenarbeiten. Gerade dieser direkte Einblick in echte Naturschutzarbeit machte das
Projekt für mich so besonders. Es war eben keine klassische Safari, sondern
wissenschaftliche Arbeit mit nachhaltigem Einfluss auf den Arten- und Naturschutz.
Besonders beeindruckt haben mich die seltenen Tierbeobachtungen: Geparden,
Spitzmaulnashörner und Afrikanische Wildhunde in freier Wildbahn zu sehen, war
unvergesslich. Gleichzeitig war der Park kaum touristisch erschlossen, wodurch sich alles
sehr authentisch und ursprünglich angefühlt hat. Ich hatte das Gefühl, wirklich in die Wildnis
einzutauchen und die Tiere in ihrer natürlichen Umgebung zu erleben.


Neben der Natur waren aber vor allem auch die Menschen ein Highlight für mich. Die
Herzlichkeit der Wissenschaftler, Ranger und Volunteers vor Ort war außergewöhnlich. Ich
habe mich jederzeit willkommen gefühlt und konnte nicht nur viel über Tiere und
Ökosysteme lernen, sondern auch über die Kultur und den Alltag in Malawi. Besonders
schön war der Austausch mit Gleichgesinnten, die dieselbe Begeisterung für Wildnis,
Tierwelt und Naturschutz teilen.

Für mich war die Zeit in Malawi eine absolut positive Erfahrung, die ich jederzeit
weiterempfehlen würde. Ich habe nicht nur faszinierende Tiere gesehen, sondern auch
gelernt, wie wichtig Forschung und Monitoring für den Schutz bedrohter Arten sind – und
wie viel Leidenschaft hinter dieser Arbeit steckt.


Dennis (34 Jahre, 3 ½ Wochen)

Für alle die jetzt auch Lust bekommen haben und das Gleiche erleben möchten: Freiwilligenarbeit Malawi: Wildtier Monitoring

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