Ecuador Regenwald-Erfahrungen ,,Man ist Teil eines gewaltigen Abenteuers"

| 15. Dezember 2014 | 0 Kommentare

Alex Dengler war als Volontär in Un poco del Chocóund sieht das Ganze im Nachhinein als Teil eines gewaltigen Abenteuers. Schließlich war er vorher noch nie in Südamerika und landete dann mitten im Regenwald fernab der Zivilisation, um dort Freiwilligenarbeit zu leisten. Hier sein Erfahrungsbericht:

ecuador un poco del choco landschaft

Alex Dengler hat Südamerika als Reisekontinent für sich entdeckt

“Reisen ist eine Leidenschaft. Wenn sie dich erst mal infiziert hat, gibt es meist kein Zurück mehr. So war es auch bei mir. Ich reise gerne weit, lange und so oft, wie es Zeit und Gehalt zulassen. Südamerika jedoch war eigentlich nie Teil meiner “100 places to see before you die”-Liste. Rückblickend betrachtet kommt  mir dieser Umstand heute selbst lächerlich vor. Ich wurde erst durch meine Frau darauf aufmerksam, die Anfang letzten Jahres einen Ort für ein Auslandspraktikum suchte. Ich war sofort begeistert von der Idee, mitten im Regenwald fern ab von Zivilisation und mitten in einer fremden Umgebung ein Abenteuer zu erleben.

ecuador un poco del choco regenwurm

Er war ganz besonders fasziniert von der Fauna

“Die Gefühle fahren Achterbahn”

Gesagt getan, im September war es dann soweit. Tatsächlich würde ich nach Equador, ein mir bis dato gänzlich unbekanntes Land, reisen, um dort im Regenwald einige Zeit zu Leben, zu arbeiten und vorallem, meine Frau nach fünf Wochen wieder zu sehen.  In der Hauptstadt angekommen, dauert es einige Stunden mit Taxi, Bus und Jeep bis man auf der Station ankommt. Doch schon nach einigen Kilometern ist klar, dass dort alles anders ist als Zuhause in Europa. Die Gefühle fahren Achterbahn im Spannungsfeld von Faszination bis purer Angst, ein Gefühl das wohl jeder Fernreisende kennt. Die letzten zwölf Kilometer mit dem Jeep vom letzten Dorf zur Station mitten durch eine unbekannte, faszinierende Flora und Fauna lassen keine Zweifel daran, dass man selbst Teil eines gewaltigen Abenteuers ist.

ecuador un poco del choco schmetterling

Denn die Vielfalt der Tier- und Pflanzenarten ist fasznierend

“Man sollte ein kleiner Abenteurer sein”

Das Stationsgebäude selbst, erhebt sich hier in Mitten dieser Surealität auf einer kleinen Lichtung und sofort streichen Gefühle wie Nachhausekommen und Geborgenheit durch Geist und Glieder.  Die handwerkliche Arbeit am Fuße der Anden ist beschwehrlich und das feucht-warme Klima tut sein Übriges, damit man nach getaner Arbeit und Abendessen müde genug ist, um sofort einzuschlafen, aber es ist ein unbescheiblich gutes Gefühl. Flora und Fauna lernt man am besten beim Arbeiten im Regenwald kennen. Vögel, Krabbeltiere und ungewöhliche Vielfalt an Pflanzen entschädigen für jeden schmerzenden Knochen. Ein kleiner Abenteuerer sollte man schon sein, wenn man so einen Aktiv-Urlaub macht, aber nur so lernt man Menschen, Kultur und die Natur kennen und lieben.

Weitere Erfahrungsberichte von Un poco del Choco:

>> Maras Naturschutz-Praktikum in Ecuador

Mehr auf der Homepage von „Un poco del Choco“ www.unpocodelchoco.com/DE/Home.htm

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Kategorie: Erfahrungsberichte, Vor Ort

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Über den Autor ()

Simone Zettier, hat an der TU Dortmund Journalistik und Amerikanistik studiert und mithilfe eines Tennisstipendiums ein Auslandssemester an der University of New Orleans/Louisiana eingelegt. Ihr Volontariat hat sie bei der "Glocke" (Oelde) absolviert und arbeitet seitdem als Freie Journalistin für diverse Portale, Magazine und Zeitungen. Ihre Schwerpunkte sind "Wege ins Ausland", studentische Themen, Sport sowie "Stars und Sternchen". Privat wird sie ständig von Fernweh angetrieben - ihr Vater war Seemann - und reist daher so viel wie möglich. Lieblingsland: Israel, Lieblingsstadt: Barcelona, Lieblingsort: Foz do Iguacu (Brasilien)

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