Emilias Erfahrungen als Volunteer in einer Schule auf Bali

Sonnenaufgang über Bali

Meine sechswöchige Freiwilligenarbeit auf Bali war eine unvergessliche Zeit und sie war eine kulturelle und persönliche Bereicherung. Die übergeordnete Aufgabe in meinem Freiwilligenprojekt war das Unterrichten von Englisch für Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 18 Jahren. An den freien Wochenenden entdeckte ich die Insel und all ihre Besonderheiten.

Ankunft und erste Eindrücke

Nach meiner Ankunft in Denpasar empfing mich die warme und herzliche Atmosphäre der Insel. Bereits auf der einstündigen Fahrt vom Flughafen zur Einrichtung war ich von den ersten Eindrücken von Bali begeistert. In der Schule angekommen, lernte ich bald das Leben der Einheimischen authentisch kennen, da sie in einem kleinen balinesischen Dorf gelegen war.

Ich fühlte mich gleich bei meiner Ankunft auf dem Schulgelände vom Team herzlich aufgenommen. Aber zuerst ging es für mich ins Volunteer-House. Dort lernte ich auch die anderen Freiwilligen kennen. Eine Tour über das gesamte Schulgelände erhielt ich nach einer kurzen Pause, in der ich mich von der Reise erholte. Mein erster Eindruck der Schule war sogleich positiv, denn ich merkte, dass das Unterrichten der Kinder, ihr persönlicher Lernfortschritt und Entwicklung klare Priorität haben.

Zusammenleben mit den anderen Volunteers

Das Zusammenleben mit den anderen Freiwilligen aus unterschiedlichen Ländern und Kulturen fand ich sehr bereichernd und inspirierend. Wir tauschten uns gerne aus und wuchsen zu einer Gemeinschaft zusammen. Unser Teamspirit wurde auch durch gemeinsam essen, viele Gespräche und Freizeitaktivitäten gestärkt. Unsere vielfältigen Perspektiven und Erfahrungen waren sowohl für den Alltag als auch für die Arbeit mit den Kindern inspirierend und wertvoll. An die schönen Erinnerungen und die geknüpften Freundschaften werde ich immer gerne zurückdenken. 

Unterrichtserfahrung

Die Hauptaufgabe in der Freiwilligenarbeit war das Unterrichten von Englisch an der lokalen Schule. Die Schüler waren voller Energie und freuten sich, die Sprache zu erlernen. Der Unterricht war immer in zwei Blöcke aufgeteilt, jeweils eine Unterrichtsstunde und eine halbe Stunde Spielzeit. Es waren immer zwei Lehrer in einer Klasse, daher bereiteten wir den Unterricht zu zweit vor. Es war schön, sich über kreative Lehrmethoden und Ideen zu unterhalten. Mit Hilfe dieser gelang es uns trotz der Sprachschwierigkeiten zu Beginn eine positive Lernatmosphäre zu gestalten. Die Schüler fanden sich auch rasch ein und begegneten mir offen, neugierig und freuten sich über eine neue Lehrerin.

Anfangs fiel es mir schwer, den Unterricht informativ und unterhaltsam zu gestalten. Doch eine gute Orientierung für die Unterrichtsgestaltung bot der Lehrplan. Visuelle Hilfsmittel, interaktive Aufgaben und Gruppendiskussionen im Unterricht halfen den Kindern und Jugendlichen, einen Zugang zur Sprache zu finden. Ich freute mich sehr zu beobachten, wie die jüngeren Schüler sich durch Geschichten und Songs verbesserten und die älteren Schüler immer detailliertere und längere Gespräche und Texte führten bzw. schreiben konnten.

Der Schulausflug zum Strand war ein besonderes Highlight in meinem Volunteering. Gemeinsam organisierten wir unterschiedliche Spiele und Aktivitäten am Strand, um Spaß am Lernen und den Gemeinschaftssinn zu stärken. Die lockere Atmosphäre und die andere Umgebung war eine gelungene Abwechslung und vertiefte auch die Bindung zwischen uns. Wie die Schüler außerhalb des Klassenzimmers aufblühten und ihre Freude und Begeisterung ausstrahlten, war wirklich schön zu sehen. Am Ende des Tages war klar, es hatte viel Spaß gemacht und hatte dazu den Gemeinschaftssinn gestärkt. Auf jeden Fall eine wunderschöne Erinnerung!

Wochenendausflüge und Inselerkundung

Die Wochenenden nutzte ich, um die Besonderheiten Balis zu erkunden. Beispielsweise besuchte ich die berühmten Reisterrassen, die Tempel und die vielen idyllischen Strände. Jede Sehenswürdigkeit hatte ihre eigene besondere Schönheit und sie vertieften mein Verständnis und die Wertschätzung für die balinesische Kultur. Der Besuch des Pura Besakih war sehr spektakulär und so konnte ich die Kultur und Religion der Balinesen hautnah kennenlernen. Von unserem Guide erfuhren wir die Geschichte und Bedeutsamkeit des Tempels, während er uns durch das magische Tempeldorf führte. 

Weitere Freizeitaktivitäten gab es in den umliegenden Orten. Die vielen Cafés und Restaurants waren perfekt zum Frühstücken oder zum Ausklingen des Abends. Aber auch der Strand, wenige Fußminuten entfernt, war meine erste Anlaufstelle zum Entspannen.

Kulinarische Erlebnisse, kulturelle Highlights und Natur

Ein Highlight meiner Zeit in Bali war auch die balinesische Küche. Gastfreundschaft und viel Wissen über die kulinarischen Traditionen erwarb ich in den lokalen Restaurants, den sogenannten Warungs.

Die Lebendigkeit der balinesischen Kultur spürt man beim Spazieren gehen durch die Straßen, denn die Insel ist geschmückt mit Statuen und es gibt viele bunte Märkte. Bei jedem Blick entdeckt man etwas Neues, egal ob auf den Straßen oder in der Natur. Wunderschöne Ausblicke auf das Meer und die Inseln in der Nähe genoss ich am Strand. Zum Durchatmen laden die dichten Wälder ein. Die über die Insel verteilten Vulkane sind sowohl spektakulär als auch etwas furchterregend. Insgesamt war die Natur von Bali zu entdecken definitiv ein Höhepunkt meiner Zeit

Fazit

Meine Zeit im Freiwilligenprojekt war intensiv und sehr bereichernd. Ich habe sehr viele Eindrücke und Perspektiven gewonnen. Die Erfahrungen im Unterrichten waren pädagogisch bereichernd, schufen tiefe zwischenmenschliche Verbindungen und ich konnte einen wertvollen Beitrag zur Gemeinschaft leisten. Die Fortschritte der Schüler und ihre Freude am Lernen waren sehr erfüllend und motivierend.

Unvergesslich war auch der kulturelle Austausch. Ich bin sehr dankbar und demütig, die Menschen und ihre Lebensart auf eine so authentische Weise kennen gelernt zu haben.

Danksagung

Bedanken möchte ich mich auch bei den Kindern und Jugendlichen, die mich mit ihrer Offenheit und Begeisterung täglich inspiriert haben. Meine Reise hat mir verdeutlicht, offen für neue Erfahrungen zu sein. Die Erinnerungen, die ich gesammelt habe, sind auf jeden Fall wunderschön und unvergesslich.

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