Nach dem Freiwilligendienst Volunteering-Tipps von Isabel Dwinger | Teil 10 von 10

| 19. November 2017 | 0 Kommentare

Engagiere dich über das Projekt hinaus!

Wenn Anna McKeon sagt, dass es kein Sinn ergibt, schlecht geführte Organisationen zu unterstützen, dann muss auch der Umkehrschluss gelten: Es ergibt Sinn, gute Projekte zu unterstützen! Wenn du ein solches Projekt gefunden hast, ist es dir sicher schon ganz automatisch ein Anliegen, dich weiterhin zu engagieren, es weiterhin zu unterstützen. Und das kannst du! Zum Beispiel über Öffentlichkeitsarbeit, bzw. das sog. „Online-Volunteering“. Darunter fällt Marketing, „Webinare“ oder aber die Organisation und Verbreitung von Informationsveranstaltungen. Webinare sind Web-Konferenzen, in denen du dich Fragen von angehenden Volontären stellen und dein erlangtes Wissen verbreiten kannst. Zum Marketing gehört beispielsweise dein selbstverfasster Erfahrungsbericht in Foren oder auf Informationsportalen. Du kannst auch in sozialen Medien oder für Interessensverbände berichten. Zu den Veranstaltungen gehören zum Beispiel solche, die von der Entsendeorganisation ins Leben gerufen werden, die auch dein Freiwilligenprojekt organisiert hat. Hier werden ehemalige Freiwillige und ein Netzwerk an Aktiven im Freiwilligendienst gebeten, ggf. mit Bild- und Videomaterial von vor Ort und den etwaigen Problemen und guten Praktiken zu berichten.

Neben dem Online-Volunteering kannst du aber auch Pate werden oder Spendensammelaktionen starten. Es gibt eine unendlich große Liste an Möglichkeiten für dein Engagement über deinen Aufenthalt hinaus.  Hier werden diese Punkte noch einmal ausführlicher behandelt.

vier peruanische Kinder stehen auf dem Pausenhof ihrer Schule

Bleibt am Schluss zu sagen…

Am Ende geht es in einem sinnvollen Freiwilligendienst immer „nur“ um das echte Engagement. Es geht um echtes Interesse und nicht um Profit oder ein gutes Gefühl. Und das betrifft alle Akteure: die Vermittler, sprich, die Entsendeorganisation, die Mitarbeiter und Manager des Gastprojektes und du, der Reisenden aus dem Ausland, der freiwillig seine Arbeit anbietet und ggf. dafür zahlt. Es geht um einen bewussten Aufenthalt. Je bewusster die Reise wird, desto mehr hast du und hat auch die Gastregion etwas von deinem Freiwilligendienst.

Aber es geht insbesondere auch um Verantwortung: In Deutschland leisteten 2011 rund 20.000 Touristen flexible Freiwilligenarbeit im Ausland, womit wir zu den Spitzenreitern weltweit gehören. Umso mehr Verantwortung obliegt unserem Handeln. Denn wir sind viele und können viel leisten, aber auch viel Schaden anrichten.

Du möchtest noch mehr zum Thema lesen? Die Initiative Auslandszeit hat hierzu ein Interview mit einer Stunden geführt, die sich wissenschaftlich in ihrer Abschlussarbeit damit auseinander gesetzt und einen Kriterienkatalog für nachhaltigen Voluntourismus entwickelt hat.  Sehr lesenswert!

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Kategorie: Allgemein, Gütekriterien, Interkulturalität, Tipps, Voluntourismus

Isabel Dwinger

Über den Autor ()

Reisen? Das geht immer für Isabel Dwinger! Ob Work and Travel in Australien, Freiwilligenarbeit in Costa Rica, ein Praktikum in Spanien oder aber verschiedene Projekte wie die Bachelorarbeit in Ecuador oder eine Exkursion nach Madagaskar im Rahmen ihres Geographie-Studiums; in jeder Lebenssituation findet sie Wege ins Ausland. Darüber hinaus wirft sie auch gerne von zu Hause aus (kritische) Blicke auf derartige Aufenthalte und teilt ihre Erfahrungen am liebsten mit der Öffentlichkeit. Daher ist sie schon seit vielen Jahren Autorin für die Initiative Auslandszeit.

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